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Bericht Fohlenbrennreise 15. - 16. August 2015

Am 15.8. und 16.8. fand unsere alljährliche Fohlenbrennreise statt und wieder einmal war die Qualität der gezeigten Nachzucht außerordentlich erfreulich. Am Samstag machte die Brennkommission Station bei Conny Hörtlackner im Trakehner Gestüt Treiber in Franking/OÖ. Den Auftakt machte Sir Polarlicht, ein Hengstfohlen von San Silviano aus der Schreitlaugken von Polarion. San Silviano, seit Kurzem Wallach, befindet sich derzeit in Großbritannien auf dem Sprung in den Sport – unter niemand Geringerem als Olympiamedaillengewinnerin Laura Tomlinson. Ihr Vater, Wilfried Bechtolsheimer, hatte den Hengst 2012 in Neumünster erworben. Es folgten zwei Nachkommen des Rastenberg: Das Hengstfohlen Sterntänzer aus der Sternstunde von Editorial sowie das Stutfohlen Sportfreude aus der bewegungsstarken Sportliebe von Lowelas x Connery, die auch zur Eintragung vorgestellt wurde.

Stefan Stürzer aus Lamprechtshausen stellte anschließend seine Stute Roberta (Benz x Balfour) zur Eintragung vor, mit einem Stutfohlen des bewährten Höremer Vererbers Buddenbrock bei Fuß. Weiters kam die Stute Kimberly von Mephisto x Inster Graditz aus der Zucht von Helfried Haase und im Besitz von Petra Magerl zur Eintragung. Anschließend folgte ein gemütliches Beisammensein im liebevoll restaurierten Hof bei herrlichem Essen, guter Laune und anregenden Gesprächen.

Am Sonntag ging es weiter in die Steiermark, wo im Gestüt Murtal als erstes ein Hengstfohlen von Hibiskus aus der Himperia von Imperio aus der hauseigenen Zucht präsentiert wurde. Mit 56,5 Punkten zählte Hagedorn zu den besten Hengstfohlen des Zuchtbezirks, wie der bayrische Trakehner Verband mitteilte. Als zweites Fohlen wurde ein typvoller Fuchshengst aus der Zucht des Gestüts Pferdeschule Riegersburg vorgestellt. Er stammt ab von Vielseitigkeitsstar Glücksruf, der sich aktuell nicht nur für das deutsche Bundeschampionat in Warendorf, sondern auch für die WM der Jungen Vielseitigkeitspferde in Frankreich qualifizieren konnte. Die Mutter Helene von Herzen W ist eine der wenigen Töchter des Vollblüters Ibisco xx.

Die Riege der Stutfohlen wurde von Nachtmusik von Grimani aus der Nachtinsel von Interconti (Z/B. Gestüt Murtal) eröffnet. Auch Nachtmusik konnte sich in die Bestenliste des Zuchtbezirks eintragen. Anschließend folgte Herzeloyde von Impetus aus der bewährten Herztänzerin W (Z/B. Karoline Pongratz). Zum Abschluss präsentierte Heinz Lasser die Jährlingsstute Karina, eine Tochter des kürzlich verstorbenen Brentano aus einer Trocadero-Mutter. Die Stute hatte sich vergangenes Jahr beim Transport verletzt, weshalb eine Bewertung nicht möglich war. Nach einem kurzen Imbiss fand noch eine Besichtigung der im Bau befindlichen EU-Deckstation des Gestüts Murtal statt. Ein beeindruckendes Projekt, welches die Trakehner Zucht in Österreich künftig bereichern wird.

Der Abschluss unserer Brennreise fand schließlich auf Gut Ranzenbach in Niederösterreich statt. Aus der bewährten Zucht von Helmut Mayer stellten sich zwei Fohlen des dänischen Vererbers Prinz K3 der Kommission: Ein Hengstfohlen aus der Una Campionessa Reale von Stationsbeschäler Manhattan sowie ein ungemein typvolles und bewegungsstarkes Stutfohlen aus der Tonja von Angard. Auch dieses Fohlen erreichte 56,5 Punkte und damit den dritten Platz innerhalb der bayrischen Fohlenwertung.

Auch wenn es heuer weniger Fohlen als noch 2014 waren – die Qualität war vorbildlich. Drei der besten Stutfohlen des Zuchtbezirks kommen aus Österreich. Bei den Hengstfohlen sind es zwei. Ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber, die mit viel Herzblut und Engagement wunderbare Brennplätze ausrichteten, an die Kommission und natürlich an die Züchter, die trotz der mit unter schwierigen Zeiten dem Trakehner Pferd die Treue halten. Wir freuen uns auf nächstes Jahr!

Bericht und Bilder Michaela Braune