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Bei schönstem Sommerwetter fand am 7. und 8. August die heurige Brennreise durch Österreich statt. Auf drei Brennplätzen wurden der Kommission 17 Trakehner Fohlen des Jahrgangs 2009 von ihren Züchtern präsentiert. Leider musste der Termin bei Familie Freudenthal wegen eines Unglücksfalles im Betrieb kurzfristig abgesagt werden. Eine besondere Freude war es, Hans -Werner Paul, den 1. stellvertretenden Vorsitzenden des Trakehner Verbandes in der Kommisson begrüssen zu dürfen. Aus Bayern angereist kamen Dr. Lutz Schubert, Bezirksvorsitzender des Zuchtbezirks Bayern, Herr Gerhard Mendel und Herr Herbert Raith. Herr Helmut Mayer aus Österreich vervollständigte die Kommission. Den Anfang machte am Freitagnachmittag, den 7. 8. , die Familie Haase aus Buchkirchen bei Wels. Neben den beiden eigenen Fohlen fanden sich noch drei Gastfohlen ein, die hier bewertet und mit dem begehrten doppelten Elchschaufelbrand versehen wurden. Zu Beginn präsentierte Herr ANDREAS WEISS aus Feldkirchen ein braunes Hengstfohlen von OKAVANGO - LE DUC, geb. am 24.4.2009. Es stellte sich als schickes, korrektes Fohlen mit gutem Fundament dar, wobei von den ansprechenden Grundgangarten der Schritt besonders positiv auffiel. Frau Dr. GERTRUD HÖCHTL, Ottensheim, zeigte dann ein am 23.2.2009 geborenes, sehr blutgeprägtes Rapphengstfohlen. Als eines der wenigen Fohlen des mittlerweile 28 jährigen, ehemaligen Körsiegers HOLUNDER aus einer INSTER GRADITZ- Mutter verfügt dieses Fohlen über eine überaus interessante, seltene Pedigree-Konstellation. Auch das nächste Fohlen, ein dunkelbraunes, am 25.04.2009 geborenes Stutfohlen bringt durch seine Mutter, eine Araberstute von Mohafez ox, zur Blutauffrischung wichtige Gene in die Zucht. Vom im Springsport hocherfolgreichen HEOPS abstammend, konnte dieses typvolle, mit sehr guten Grundgangarten ausgestattete Stütchen die Kommission und die Zuseher ganz für sich einnehmen. Frau STEFANIE PRAMENDORFER aus Hofkirchen ist hier die stolze Züchterin. Die beiden letzten Fohlen auf diesem Brennplatz kamen aus dem Züchterstall der Familie Haase. Zuerst ein vom Seniorchef, Herrn HELFRIED HAASE gezogenes, braunes Stutfohlen von OLIVER TWIST aus einer sehr qualitätsvollen SILVERMOON- Mutter. Das am 18.4.2009 geborene, gut gelungene Fohlen konnte besonders im Trab gefallen und hinterließ einen sehr guten Gesamteindruck. Vom Juniorchef, Herrn HERMANN HASSE, bekam die Kommission ein hochinteressantes, springbetont gezogenes Hengstfohlen vorgestellt. Der typvolle, schwarzbraune Hengst, der über eine sehr gute Galoppade verfügt, wurde am 9.4.2009 geboren und stammt von HIRTENTANZ aus einer WAITAKI – Mutter. Auch die ein- und zweijährigen, in der Aufzucht befindlichen Jungpferde konnten von den Gästen bewundert werden. Gerade private Brennplätze bieten eine gute Möglichkeit, durch die persönliche Atmosphäre die kleineren Züchterställe, ihre Pferde und Menschen kennen zu lernen. Im Anschluss an den offiziellen Teil sorgte ein reichhaltiges Büfett, dem niemand widerstehen konnte, für das leibliche Wohl in diesem gemütlichen, gastfreundlichen Haus. Am späten Nachmittag begutachtete die Kommission dann noch an dem kurzfristig eingeschobenen Termin die Pferde der Familie KARL SPINDELBERGER und EVA FISCHHUBER in St. Georgen/Ybbsfeld. Zuerst wurde ihre Stute Tonja von ANGARD-MAHAGONI mit überragender Bewertung eingetragen. Diese Stute wurde bereits Siegerstute der Stuteneintragung des Österreichischen Warmblutpferdes in Niederösterreich 2005 und stellt eine wertvolle Bereicherung der Trakehnerzucht in Österreich dar. Bei Fuß führte sie ein großrahmiges, langbeiniges Fuchsfohlen, das auch das bestbewertete Hengstfohlen der diesjährigen österreichischen Brennreise wurde. Dieser Sohn des ehemaligen Körsiegers ELFENGEIST, am 8. 5. 2009 geboren, beeindruckte mit sehr gutem Rasse- und Geschlechtstyp sowie viel Potential in den Grundgangarten, zu dem man den Besitzern – die wir auch als neues Mitglied im Trakehner Verband und der Trakehner IG in Österreich begrüßen dürfen – herzlich gratulieren darf. Am Samstagvormittag, den 8.8.2009, lud dann die Familie Binder auf ihre großzügige, wunderschöne Anlage nach Pircha in der Steiermark, wo die Kommission und die Zuseher herzlich empfangen wurden. Hier wurden vier Fohlen vorgestellt, drei davon aus dem Besitz von Herrn Ing. BINDER, einem passionierten Fahrer, der seit zwanzig Jahren dem Trakehner Pferd treu ist. Die Eintragung der Anglo-Araberstute Sternflocke aus dem Besitz von Herrn Ing. BINDER machte den Anfang dieses Tages. Auch wenn eine Vollblutstute selten alle Anforderungen erfüllen kann, die dem Zuchtziel entsprechen, so ist es doch wichtig und notwendig, solche Stuten in die Zucht zu nehmen, um die notwendige Blutzufuhr zu garantieren. An der Seite dieser Stute bekam die Kommission ein am 1.4.2009 geborenes, braunes Hengstfohlen von MANHATTAN zu sehen. Der typvolle, sympathische junge Mann erfüllte den gewünschten Zuchtfortschritt bestens und zeigte sich gegenüber der Mutter deutlich verbessert. Ein braunes, am 10.5.2009 geborenes Stutfohlen von MANHATTAN aus einer SAPROS- Mutter präsentierte sich anschließend der Kommission. Ebenfalls aus dem Besitz von Herrn ING. BINDER, zeigte sich dieses Fohlen langbeinig und sportlich bei korrektem Fundament sowie gutem Rasse- und Geschlechtstyp. Ebenfalls von MANHATTAN, diesmal aus einer Kostolany-Mutter, stellte Herr Ing. BINDER sein drittes Fohlen vor. Diese braune Stute, am 26.4.2009 geboren, konnte im Trab und Galopp gefallen und hinterließ einen sehr positiven Gesamteindruck. Als letztes Fohlen auf diesem Brennplatz wurde ein braunes Hengstfohlen vom ehemaligen Körsieger FREUDENFEST, aus einer EXCLUSIV- Stute bewertet. Der am 2.5.2009 geborene Hengst wurde von JUNJ DOGSA aus Slowenien gezüchtet und vorgestellt. Das großrahmige Fohlen verfügt über ansprechende Grundgangarten, wobei besonders der Galopp positiv auffiel. Interessant waren auch die Trakehner Jungpferde, die Herr Ing. Binder anschließend vorstellte. Zuerst eine sehr gut entwickelte Zweijährige von Manhattan, typvoll und gangstark, die eine Empfehlung für die Landesschau in Bayern erhielt. Zwei Pferde, die Herr Ing. Binder für die Zusammenstellung eines Trakehner Viererzuges einplant, wurden nun gezeigt: Zuerst ein zweijähriger selbstgezogener Wallach von Manhattan, danach ein dreijähriger King Arthur-Sohn, den Herr Binder auf dem letzten Hengstmarkt in Neumünster als nicht gekörten Hengst ersteigerte und der sich prächtig weiter entwickelt hat. Eine interessante Vorstellung lieferte auch der im Turniersport erfolgreiche Zweispänner von Herrn Binder, zwei Trakehner Wallache, von Münchhausen bzw. von Hohenstein abstammend. Damit wurde wieder gezeigt wie vielseitig einsetzbar unsere Trakehner sind. Auch auf diesem Brennplatz wurde bestens für das leibliche Wohl der Gäste gesorgt, doch leider drängte die Zeit etwas, denn am Nachmittag wurde die Kommission bereits bei FAMILIE MAYER auf Gut Ranzenbach, Klausen-Leopoldsdorf erwartet. Das gesamte Team von Gut Ranzenbach hatte keine Mühen gescheut, der Kommission und den Gästen einen abwechslungsreichen Trakehner Nachmittag zu bieten, der neben der Fohlenpräsentation ein gut gelungenes Rahmenprogramm und eine anschließende gemütliche Grillerei beinhaltete. Zu Beginn wurden junge Trakehner aus der Zucht der Familie Mayer unter dem Sattel präsentiert, die teilweise schon von den glücklichen neuen Besitzerinnen vorgestellt wurden. Bei den Fohlen konnte dann gleich das erste Stütchen Kommission und Publikum auf ganzer Linie begeistern. Sehr typvoll und korrekt, mit überragenden Grundgangarten ausgestattet, wobei besonders der Trab herausstach, tanzte sich dieses sympathisches Rotschimmelfohlen in die Herzen der Anwesenden. Herr CHRISTIAN HÄNDLER aus Oggau ist der stolze Züchter dieser E.H. HERZRUF- Tochter, die aus einer sehr qualitätsvollen DIAMANT- Mutter gezogen und am 10.3.2009 geboren wurde. Sie stellte das überragende Fohlen der diesjährigen Brennreise dar! Es folgte ein dunkelbraunes Stutfohlen von MONTEVERDI aus einer AROGNO- Stute, am 7.3.2009 geboren und im Besitz der Familie Mayer. Das im großrahmigen Sportpferdetyp stehende Fohlen konnte an diesem Tag bestimmt nicht sein ganzes Potential entfalten, doch wie wir ja wissen, ist Fohlenbeurteilung eine Momentaufnahme von einem im starken Wachstum begriffenen jungen Pferd und letztlich ist eine endgültige Beurteilung erst unter dem Sattel möglich. Ein dunkelbrauner MANHATTAN-Sohn aus einer Kokoschka-Mutter stellte sich nun der Kommission. Das am 13.4.2009 geborene Hengstfohlen aus der Zucht der Fam. MAYER zeigte sich schick mit ansprechenden Grundgangarten. Noch ein Hengst, braun, ebenfalls von MANHATTAN aus einer KOKOSCHKA- Mutter, am 9.3.2009 geboren und aus der Zucht der Familie MAYER, präsentierte sich typvoll, korrekt und mit sehr guten Grundgangarten ausgestattet. Es folgte das jüngste Fohlen der Brennreise, ein am 18.6.2009 geborener Hengst von MANHATTAN aus einer Elite- und Prämienstute von CORNUS: Züchterin dieses qualitätsvollen Fohlen ist Frau MANUELA MAYER- BERNDONNER. Als letztes Fohlen aus ihrer Zucht präsentierte Familie MAYER einen weiteren Höhepunkt dieses Jahrgangs: Eine bezaubernde, sehr typvolle Tochter des MANHATTAN aus einer BARTHOLDY–Mutter, die mit allerbesten Grundgangarten aufwarten konnte. Das dunkelbraune Stütchen wurde am 15.4.2009 geboren. Zum Abschluss kam noch eine Stute zur Eintragung: Eine am 31.3.2002 geborene Tochter des ehemaligen Körsiegers KING ARTHUR aus einer KOSTOLANY-Mutter, im Besitz von Herrn ERICH TREN aus Hohenau/March. Sie führte ein braunes Stutfohlen, ebenfalls von einem Siegerhengst, nämlich von ELFENGEIST, bei Fuß. Das am 15.4.2009 geborene, braune Fohlen zeigte sich typvoll mit gleichmäßig guten Grundgangarten. Das für die zahlreich erschienenen Gäste vorbereitete Rahmenprogramm fand anschließend in einer gelungenen Dressurquadrille mit zehn Reitern seine Fortsetzung. Unter der Hausherrin Manuela Mayer-Berndonner strahlte dann noch Manhattan in einer Kürvorführung auf S-Niveau. Mit einem gemütlichen Grillfest sowie Kaffee und Kuchen fand dieses gelungene Trakehner-Wochenende einen schönen Ausklang. Neben dem Erleben von vielen interessanten Fohlen, dem Treffen von alten Bekannten ist es auch besonders erfreulich, dass wieder neue Interessenten für das Trakehner Pferd gewonnen werden konnten! |
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